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Wärmebehandlung von metallischen Werkstoffen

Nutzen: Durch die Wärmebehandlung in Industrieofenanlagen werden die Eigenschaften von metallischen Werkstoffen für ihren späteren Einsatzzweck optimiert. Die Verwendung des richtigen Gasgemischs führt dabei zu einer deutlichen Qualitätssteigerung, mehr Sicherheit und geringeren Kosten.

Wärmebehandlung in der Praxis

Mittels Wärmebehandlung wird die Beschaffenheit von Stahl und Nichteisenlegierungen auf den Gebrauchszweck des jeweiligen metallischen Werkstoffs ausgerichtet. In der Praxis können das harte, zähe, weiche oder farbig abgestufte Produkteigenschaften sein, die so erzeugt werden sollen. Je nach gewünschtem Effekt kommen entweder Endo-, Exo- oder Monogase zum Einsatz. Wenn eine besondere metallurgische Wirkung erzielt werden soll, müssen exakt berechnete Dosen eines Reaktivgases beigefügt werden. Soll beispielsweise eine Rückkohlung des Materials erreicht werden, wird mithilfe einer integrierten Sondentechnik eine kleine Menge Propan eindosiert.

Mehr Wirtschaftlichkeit mit Endolin®

Zum Glühen von hoch legierten Stählen wird vorwiegend Wasserstoff eingesetzt. Dies liegt nicht nur an seinem Reduktionsvermögen bzw. seiner reinigenden Wirkung auf die jeweilige Oberfläche, sondern auch an seiner hohen Wärmeleitfähigkeit und -kapazität, die wiederum zu einer deutlichen Steigerung der Wirtschaftlichkeit beim Hochkonvektionsglühen führt. Für den Fall, dass Wasserstoff zu teuer ist und selbst erzeugtes Exo- oder Monogas den gestiegenen Qualitätsanforderungen von Fertigprodukten nicht mehr genügen, hat Messer Austria das Verfahren namens Endolin® entwickelt; dabei wird eine spezielle Schutzgasatmosphäre aus einem Endogas-Stickstoff-Gemisch in der Industrieofenanlage erzeugt.

Die Vorteile von Endogas-Stickstoff-Gemischen im Überblick:

  • Sie sind überaus wirksame Schutz- und Reaktionsgase.
  • Sie sind aufgrund des niedrigen Taupunkts vergleichsweise trocken, was zusätzliche Trockner überflüssig macht.
  • Sie sind stabil und behalten auch im Heizraum annähernd ihre chemische Zusammensetzung.
  • Sie schützen vor Entkohlung und ermöglichen eine Aufkohlung.
  • Sie messen die Ofenatmosphäre und melden den Bedarf an Propangas.
  • Sie besitzen ein bis zu 15-mal größeres Reduktionspotenzial als Exogase.
  • Sie entfernen anhaftende Oxidschichten vollständig.

Mit dem patentierten Blackrapid®-Verfahren hat Messer eine eigene Methode entwickelt, mit der das Härten und Schwärzen in einem Prozessschritt ermöglicht wird; dabei wird eine konkrete Ofengasatmosphäre eingestellt, bei der die Werkstoffe gezielt oxidiert werden und sich eine gut haftende und dekorative Eisenoxidschicht bildet, die ein nachträgliches Brünieren erübrigt.

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