Argon/Methan 90/10

Argon/Methan 90/10

Alles, was Sie über Argon/Methan 90/10 wissen müssen: Informationen zu Kauf, Eigenschaften und Anwendungen.

Welche Eigenschaften hat Argon/Methan 90/10?

Argon/Methan 90/10 ist eine Mischung des Edelgases Argon (Ar) mit Methan (CH4) in einem Verhältnis von 90 zu 10. Argon ist ein farbloses Edelgas, schwerer als Luft und chemisch sehr reaktionsträge. Methan ist leichter als Luft und hochentzündlich. 90-zu-10-Gemische aus Luft und Methan sind explosiv, wenn der Anteil von Methan zwischen 4,4 und 16,5 Prozent beträgt. Die Mischung von Argon/Methan 90/10 ist extrem entzündbar, schwerer als Luft und kann unter Wärmeeinfluss explodieren.

Bevor Sie dieses Produkt kaufen: Unsere Safety-Hinweise

In hoher Konzentration kann das Gemisch Ersticken verursachen. Die betroffene Person bemerkt die Anzeichen dafür nicht.

Wie entsteht dieses Gasgemisch?

Argon/Methan 90/10 ist eine unter Druck verflüssigte Kombination der beiden Bestandteile. Für die Gewinnung von Argon wird Luftverflüssigung eingesetzt. Das Gas wird dabei durch Rektifikation zunächst zu Rohargon mit einem Reinheitsgrad von rund 95 Prozent. In einem zusätzlichen Schritt kann dann über mehrere Reinigungsstufen eine nahezu reine Form des Gases erzeugt werden. Es enthält die in Rohargon vorhandenen Sauerstoff- und Stickstoffanteile nur noch in sehr geringen Mengen. Methan wiederum wird aus Erdgas gewonnen, dessen Hauptbestandteil es mit einem Anteil zwischen 85 und 92 Prozent bildet.

Wozu wird das Gasgemisch verwendet?

Die Mischung wird für eine Reihe von Spezialanwendungen benötigt. Eine wichtige Aufgabe ist die Messung von Strahlung. Es wird auch für die Spülung von unterirdisch verlegten Kommunikationskabeln und als Betriebsgas in der Röntgenfluoreszenzanalytik sowie der Gaschromatographie genützt. Das Gasgemisch wird in Gasflaschen geliefert.

Der Einsatz in der Strahlenmessung

Zählrohre, die radioaktive Strahlung messen, benötigen ein Füllgas, das beim Vorhandensein radioaktiver Strahlung ionisiert wird. Als Folge der Ionisierung der Füllgasatome setzt eine Gasentladung wie in einer Gasentladungsröhre ein, die wiederum einen Stromstoß im Zählrohr auslöst, der elektronisch umgewandelt zur Anzeige der vorhandenen Radioaktivität genützt wird. Edelgase wie Argon sind gut geeignet, um kurze Impulse in einem Zählrohr zu erzeugen. Für die Verwendung in sogenannten Proportionalzählern und Ionisationskammern wird dem Argon ein Anteil Methan beigemischt, um die Impulse noch kürzer zu machen und den Zähler auf diese Weise noch schneller zu machen. Die Kombination der beiden Gase im Verhältnis 90 zu 10 eignet sich sehr gut für diesen Zweck.

Der Einsatz in der Röntgenfluoreszenzanalytik

In der Röntgenfluoreszenzanalytik werden für die Messung längerwelliger Strahlung Zählrohre eingesetzt, die ähnlich funktionieren wie Zählrohre in der Strahlenmessung. Auch hier werden als Füllgas Edelgase eingesetzt, denen eine gasförmige Verbindung wie Methan zugesetzt werden kann. Daher eignet sich das Gasgemisch auch für diesen Einsatzzweck.

Der Einsatz in der Gaschromatographie

In der Gaschromatographie werden für die Analyse und Trennung von Gemischen in ihre einzelnen chemische Verbindungen Trägergase verwendet. Dafür eignen sich wenig reaktive Gase mit geringer Viskosität. Üblicherweise wird daher Helium genutzt, in manchen Fällen kommen aber Argon oder Argon/Methan 90/10 zum Einsatz.

Fach-Service:

Zusammensetzung: 90:10 Gemisch aus Ar und CH4
CAS-Nummern: 7440-37-1. (Argon), 74-82-8  (Methan)
 

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