Chlorwasserstoff

Chlorwasserstoff

Alles, was Sie über Chlorwasserstoff wissen müssen: Informationen zu Kauf, Eigenschaften und Anwendungen.

Alles, was Sie über Chlorwasserstoff wissen müssen: Informationen zu Kauf, Eigenschaften und Anwendungen.

Welche Eigenschaften hat Chlorwasserstoff?

Chlorwasserstoff (HCl) ist ein giftiges, ätzendes, nicht brennbares Gas. Es ist schwerer als Luft und sehr leicht wasserlöslich. Die wässrige Lösung von Chlorwasserstoff wird als Salzsäure bzw. Chlorwasserstoffsäure bezeichnet.

Bevor Sie HCl kaufen: Unsere Safety-Hinweise

Das Gas wirkt ätzend auf die Atemwege, Augen und die Haut. Durch Einatmen des Gases entsteht in der Lunge Salzsäure.

Wie entsteht Chlorwasserstoff?

Im Labor kann das Gas aus konzentrierter Schwefelsäure und Natriumchlorid hergestellt werden. In der Industrie entsteht es als Nebenprodukt bei der Chlorierung, es kann auch durch Chlorknallgasreaktion erzeugt werden. Dabei wird eine Kettenreaktion von Wasserstoff und Chlor durch Belichtung oder thermische Aktivierung in Gang gesetzt, die zur Entstehung von des Stoffes führt. Im menschlichen Körper kommt Chlorwasserstoff als Bestandteil der Magensäure vor, ebenso bei vielen Tierarten.

Wozu wird das Gas verwendet?

HCl wird in gelöster Form als Salzsäure für sehr viele Anwendungen benötigt, er wird auch als Chlorierungsmittel für die Herstellung von Vinylchlorid und in der Folge für die Herstellung von PVC genützt. Geliefert wird es in Gasflaschen unterschiedlicher und je nach Ihren Wünschen anpassbarer Füllmenge.

Der Einsatz bei der PVC-Herstellung

Chlorwasserstoff dient dazu, Vinylchlorid großindustriell zu erzeugen, den Grundbaustein von PVC. Eine heute  weit genutzte Möglichkeit dafür ist die Oxychlorierung von Ethylen und Chlorwasserstoff. In der Vergangenheit wurde Vinylchlorid auch durch die Hydrochlorierung von Acetylen und Chlorwasserstoff gewonnen. Dieses Verfahren ist bis zur Jahrtausendwende sehr stark zurückgedrängt worden, inzwischen stammt aber wieder rund ein Viertel des global hergestellten Vinylchlorids aus Acetylen. Das Verfahren ist vor allem in China und Südamerika verbreitet.

Um aus Vinylchlorid Polyvinylchlorid zu erzeugen, existieren mehrere Verfahren. Der älteste, aber nicht mehr oft genutzte Weg, ist die Emulsionspolymerisation. Weiter verbreitet ist heute die Suspensionspolymerisation, aus ihr stammen rund neunzig Prozent des weltweit hergestellten PVC. Die dritte Variante bildet die Massenpolymerisation, bei der die Polymerisation direkt in flüssigem Vinylchlorid erfolgt. Ihr Vorteil ist der sehr hohe Reinheitsgrad des so erzeugten PVC. Für das Jahr 2030 wird eine weltweite PVC-Produktion von rund 57 Millionen Tonnen prognostiziert.

Der Einsatz in gelöster Form

In wässrig gelöster Form, als Salzsäure, wird Kohlenwasserstoff für eine ganze Reihe von Prozessen in der Industrie benötigt, etwa bei der Aufarbeitung von Erzen, in der Erdölindustrie, bei der Metallverarbeitung und im Bauwesen, etwa um Mörtelreste am Mauerwerk zu entfernen. Eine weitere Anwendung ist die Wasseraufbereitung. Auch die Lebensmittel-, Pharma-, Textil und Kosmetikindustrie nützen Salzsäure. Ale Lebensmittelzusatzstoff trägt Salzsäure die Kennzeichnung E 507. 

Fach-Service

Summenformel: HCl
CAS-Nummer: 7647-01-0
Andere Bezeichnungen: Salzsäure wasserfrei, Hydrogenchlorid (IUPAC), Salzsäuregas, Wasserstoffchlorid, Chloran, HYDROCHLORIC ACID (INCI)
 

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