Schwefelwasserstoff

Schwefelwasserstoff

Alles, was Sie über Schwefelwasserstoff wissen müssen: Informationen zu Kauf, Eigenschaften und Anwendungen.

Alles, was Sie über Schwefelwasserstoff wissen müssen: Informationen zu Kauf, Eigenschaften und Anwendungen.

Welche Eigenschaften hat Schwefelwasserstoff?

Schwefelwasserstoff (H2S) ist ein farbloses sehr giftiges, hochentzündliches Gas. Charakteristisch ist der Geruch des Gases nach faulen Eiern. Schwefelwasserstoff ist schwerer als Luft. Der Zündpunkt liegt bei 270 Grad. In Wasser ist Schwefelwasserstoff mäßig löslich, etwas besser löslich ist es in Ethanol. In Volumenanteilen von 4,3 bis 45,5 Prozent bildet Schwefelwasserstoff mit Luft ein explosives Gemisch.

Bevor Sie H2S kaufen: Unsere Safety-Hinweise

Für das Hantieren mit dem Gas sind hohe Ansprüche an die Sicherheit notwendig: H2S ist hoch giftig, seine Giftwirkung besteht darin, dass es das Hämoglobin im Blut zerstört und somit die Zellatmung lähmt. Bei Schwefelwasserstoff-Konzentrationen ab 0,1 Prozent tritt bereits nach wenigen Atemzügen Bewusstlosigkeit ein, der Tod nach wenigen Minuten.

Wie entsteht Schwefelwasserstoff?

Im Labor kann das Gas in hoher Qualität hergestellt werden, indem Salzsäure auf Eisen(II)-Sulfid getropft wird, in der Folge entstehen Eisen(II)-Chlorid und Schwefelwasserstoff. In der Petrochemie fallen große Mengen des Gases bei der Entschwefelung von Erdöl an. In der Natur kommt Schwefelwasserstoff in Erdgas, vulkanischen Gasen, aber auch in Quellwasser vor, wobei die Anteile sehr unterschiedlich sein können – von Spurenelementen bei Quellwasser bis zu achtzig Prozent bei manchen Erdgasen.

Wozu wird Schwefelwasserstoff verwendet?

Die Hauptverwendung von Schwefelwasserstoff ist die Herstellung von Schwefel, der dann zu einem großen Teil zu Schwefelsäure umgesetzt wird.

Der Einsatz von Schwefelwasserstoff zur Herstellung von Schwefel

Die Herstellung von elementarem Schwefel aus Schwefelwasserstoff erfolgt im Rahmen des Claus-Prozesses, bei dem zunächst in einer thermischen Stufe durch das Verbrennen  von Schwefelwasserstoff mit Luft bzw. mit einem Gemisch aus Luft und reinem Sauerstoff bereits bis zu 70 Prozent des Schwefels gewonnen werden können. Die Prozesstemperatur liegt hier zwischen 950 und 1.200 Grad Celsius. In drei darauffolgenden katalytischen Stufen kann bei Temperaturen, die von rund 350 Grad bei der ersten Stufe auf 180 Grad bei der dritten Stufe herabgesenkt werden, weiterer Schwefel erzeugt werden. Im Optimalfall ist bei der Anwendung aller drei katalytischen Stufen eine Ausbeute von 98 Prozent erreichbar.

Die Erzeugung von Schwefelsäure aus Schwefelwasserstoff

Aus dem im Claus-Verfahren gewonnenen Schwefel wird Schwefelsäure erzeugt: Der Schwefel wird zunächst verbrannt, um daraus Schwefeldioxid zu bekommen, das in der Folge mit Hilfe von geeigneten Katalysatoren zu Schwefeltrioxid umgewandelt wird. Das Schwefeltrioxid wird zu Schwefelsäure umgesetzt, die Säure die dabei entsteht, ist nicht rein, sondern ein Konzentrat mit 98 Prozent Säuregehalt.

Schwefelsäure wird in sehr vielen industriellen Prozessen benötigt und in Gasflaschen geliefert. Die Menge an Schwefelsäure, die ein Land produziert, galt daher lange Zeit als ein Hinweis auf die Qualität der wirtschaftlichen Entwicklung eines Landes. 

Fach-Service

Summenformel des Gases: H2S
CAS-Nummer: 7783-06-4
Andere Bezeichnungen für das Gas: Wasserstoffsulfid, Dihydrogensulfid, Sulfan (IUPAC)  

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